Lexikon
Deutschland
Bergbau und Energiewirtschaft
Deutschland verfügt über relativ wenige Rohstoffe; nur Braunkohle, Steinkohle und Salz bilden bedeutsame Vorkommen. Die Braunkohlelager der Niederrheinischen Bucht und der Leipziger Bucht machen Deutschland zum weltweit größten Braunkohleproduzenten. Bedeutende Steinkohlevorkommen liegen im Rheinisch-Westfälischen Industriegebiet und im Saarrevier, doch geht die Förderung, die hoher Subventionen bedarf, um konkurrenzfähig zu bleiben, seit den 1960er Jahren zurück. Der Abbau von Kupfer-, Eisen- und Uranerzen kam in den 1990er Jahren völlig zum Erliegen. Weitere Bodenschätze liefern die Steinsalz- und Kalisalzlagerstätten in Niedersachsen sowie die Erdgasvorkommen, die sich vor allem im Emsland befinden.
Deutschland importiert fast zwei Drittel seiner benötigten Primärenergie; Erdöl ist zu über einem Drittel am Gesamtverbrauch beteiligt. Auch die steigende Erdgasnachfrage wird zu großen Teilen durch Importe bedient. Der Anteil von Braunkohle, Steinkohle und Kernenergie am Primärenergieverbrauch beträgt heute jeweils weniger als 15%. Dagegen erfolgt die Stromerzeugung überwiegend aus Kernenergie, Braunkohle (vor allem in Ostdeutschland) und Steinkohle. Mehr als 9% des Strombedarfs decken erneuerbare Energieträger, allen voran die Windenergie; gemessen an der installierten Leistung hält Deutschland hier weltweit den Spitzenplatz.
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