Lexikon
Deutschland
Das Kaiserreich
Bismarck suchte besonders durch eine konsequente Friedens- und Bündnispolitik dem Reich eine gesicherte Stellung in dem neuen europäischen Kräfteverhältnis zu schaffen (Zweibund 1879; Dreibund 1882; Rückversicherungsvertrag und Mittelmeerdreibund 1887). Erfolglos bekämpfte er im Innern den linken Flügel des liberalen Bürgertums, den politischen Katholizismus und besonders die organisierte Arbeiterbewegung (Kulturkampf 1872–1878, Sozialistengesetz 1878). 1890 wurde Bismarck von dem jungen Kaiser Wilhelm II. entlassen. Unter ihm erfolgte der Übergang zur „Weltpolitik“: Deutschland wollte den Vorsprung der imperialistischen Großmächte aufholen und geriet dabei in Interessenkonflikte und letztlich in die Isolierung. In der Julikrise 1914 trug es Mitverantwortung dafür, dass es zum Ausbruch des 1. Weltkriegs mit Deutschland und Österreich auf der einen, Frankreich, Russland, England und Italien auf der anderen Seite kam. Nach großen Anfangserfolgen zeigte sich Deutschland dem Mehrfrontenkampf nicht gewachsen, besonders seit dem Kriegseintritt der USA 1917. Dem militärischen Zusammenbruch folgte die Novemberrevolution 1918. Deutschland wurde Republik.
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