Lexikon
Schweiz
Helvetische Republik und Bundesverfassung
1798 wurde die Schweiz von französischen Truppen besetzt. Die alte Eidgenossenschaft brach zusammen. Der neu entstandenen Helvetischen Republik wurde eine Verfassung oktroyiert. Die Schweiz wurde zunächst Einheitsstaat, die einzelnen Kantone Verwaltungsbezirke. Durch die Mediationsakte von 1803 wurde die Schweiz wieder ein Staatenbund von 19 souveränen Kantonen, neben den 13 Alten Orten kamen Sankt Gallen, Graubünden, Aargau, Thurgau, Waadt und Tessin hinzu. Auf dem Wiener Kongress von 1814/15 erlangte die Schweiz die Anerkennung dauernder Neutralität; mit dem Beitritt der 3 letzten Kantone Wallis, Neuenburg und Genf und der Übernahme des ehemaligen Bistums Basel durch Bern (Berner Jura) erreichte das schweizerische Territorium seinen heutigen Bestand. Verfassungskämpfe führten 1830/31 in 10 Kantonen zu demokratischen Verfassungen mit Volkssouveränität, Rechtsgleichheit und Trennung der Gewalten. Als auf eidgenössischer Ebene eine radikale Bewegung mit Gewalt die Umwandlung des Staatenbunds in einen Einheitsstaat plante, schlossen sich 1845 die konservativen Gegner, 7 katholische Kantone, zu einem „Sonderbund“ zusammen. Der Sieg der eidgenössischen Truppen im Sonderbundskrieg (1847) stellte die Einheit des Landes wieder her. Die liberale Verfassung von 1848 schrieb die Umwandlung des bislang lockeren Bundes souveräner Kantone in einen Bundesstaat fest. Gleichzeitig wurde mit Bern erstmals eine Hauptstadt bestimmt.
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