Lexikon

abstrạkte Kunst

absolute Kunst; ungegenständliche Kunst; nicht konkrete Kunst
französisch art non figuratif, englisch non-objective art, eine Stilrichtung der modernen Kunst, deren Werke auf gegenständliche Darstellungen verzichten und eine Wirkung ausschließlich durch Farben und Formen anstreben; im weiteren Sinne auch jede vom Wirklichkeitsvorbild abstrahierende ältere bildkünstlerische Schöpfung, besonders aus archaischen Stilepochen.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstanden frühe abstrakte Werke im deutschen Expressionismus (W. Kandinsky, F. Marc, P. Klee), im russischen Konstruktivismus (K. Malewitsch), im französischen Orphismus (R. Delaunay) und bei der niederländischen Bewegung De Stijl (P. Mondrian, T. van Doesburg). In den 1930er Jahren führte die internationale Gruppe „Abstraction-Création“ die Entwicklung an. In den totalitären Staaten wurde die abstrakte Kunst weitgehend unterdrückt. Nach dem 2. Weltkrieg übernahmen US-amerikanische Künstler sowie die Vereinigung Cobra die Führung (abstrakter Expressionismus). Man unterscheidet in der abstrakten Malerei zwei Richtungen: die stark kontrollierten, oft geometrischen Arbeiten (u. a. Op-Art, Hard-Edge, Gruppe Zero) und die expressiven Werke (u. a. Tachismus, Informel, Actionpainting). In den 1960er Jahren kehrte der Gegenstand in das Bild zurück; zunächst als Gegenbewegung zur abstrakten Kunst (Pop-Art), später mit ihrem expressiven Farbauftrag verbunden (Neue Wilde).
Delaunay, Robert
Robert Delaunay
Die abstrakte Plastik entwickelte parallel zur Malerei Bestrebungen, gegenständliche Motive aus dem bildhauerischen Gestalten auszuschließen und dafür „reine“, eigengesetzliche Formen zu schaffen (H. Arp, M. Bill, C. Brancusi, E. Chillida, N. Gabo, Z. Kemeny, H. Uhlmann). Jedoch legt die Plastik mehr Wert auf neue Materialien (Arte Povera) und ein häufig technisches Erscheinungsbild. Zudem entwickelten sich neue Kunstformen, die den Begriff der Skulptur im engeren Sinne verlassen (Environment, kinetische Kunst, Land-Art, Conceptual Art, Videokunst).
Arp, Hans
Hans Arp
Das Wort „Plankton“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet „das Umherirrende, Umhergetriebene“.
Wissenschaft

Herrscher der Meere

Im Meer sind die Kleinsten die Größten. Die Grundlage allen Lebens im Meer ist das Plankton. Und der König der Meerestiere ist nicht der Weiße Hai. Von TIM SCHRÖDER Wer an Land als Tier dominiert, ist meist größer, schneller oder stärker. Im Meer ist das anders. Der wahre Herrscher der Ozeane ist das Phytoplankton – […]

...

Alien_computer._Artwork_of_a_hypothetical_alien_life_form_in_the_shape_of_an_intelligent_computer_orbiting_a_parent_star.
Wissenschaft

Neutrinos von den Nachbarn

Geisterteilchen und Gravitationswellen: Sind sie die Signalträger und Uhren von Superzivilisationen? von RÜDIGER VAAS Es ist kein Zufall, dass die Suche nach außerirdischen Intelligenzen (SETI) im Bereich der elektromagnetischen Strahlung begann. Denn auch eine Fahndung nach dem ganz Fremden setzt ein Vorstellungsvermögen von dem...

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch

Weitere Artikel aus dem Vornamenlexikon