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Stockholm 1912

Harmonische Spiele in Schweden

 

Olympische Spiele 1912 in Stockholm: Übungen am Schwebebalken beim schwedischen Turnen für Mannschaften.
wissenmedia, Gütersloh
Die schwedischen Gastgeber sorgten für einen reibungslosen Ablauf der V. Olympischen Sommerspiele, bei denen erstmals Athleten aus allen Kontinenten vertreten waren. Die Organisation der Wettkämpfe und die Gestaltung der Sportanlagen waren mustergültig, so dass die Spiele in Stockholm zum Vorbild für nachfolgende Veranstaltungen wurden.

Vorübergehende diplomatische Differenzen gerieten angesichts der harmonischen Stimmung in den Hintergrund: Der geplante Einzug der Mannschaften hinter Schildern mit aufgedruckten Ländernamen hatte erstmals zu ernsten Protesten geführt: Österreich kritisierte die Teilnahme einer eigenständigen Mannschaft Böhmens, Russland die Teilnahme des zum russischen Reich gehörenden Großherzogtums Finnland. Das IOC gab nach, und die Böhmen und Finnen mussten unmittelbar hinter den Mannschaften Österreichs bzw. Russlands einmarschieren, hatten ein kleineres Schild und mussten auf ihre Flagge verzichten. Lediglich bei der Siegerehrung wurde zusätzlich zur Flagge ein kleinerer Wimpel mit ihren Farben mitgehisst. Ihre Olympiapremiere feierte die Mannschaft Japan.

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