Lexikon

Lrik

[
griechisch lyra, „Leier“
]

Lyrik in der Weltliteratur

Die großen römischen Lyriker sind Horaz, Catull, Tibull, Properz, Ovid und Martial. Die mittelhochdeutsche Lyrik hat mit Walter von der Vogelweide einen bedeutenden Vertreter, die provençalische mit den Troubadours. In Italien schufen Dante Alighieri und F. Petrarca mustergültige Kanzonen und Sonette. In der Reformation wurde das Kirchenlied neu belebt. Der französische Dichterkreis der Pléiade wandte sich antiken Formen wie der Elegie und der Ode zu. W. Shakespeare entwickelte in England eine eigene Variante des Sonetts. Im Barock entstand eine formenreiche Gesellschaftsdichtung, daneben eine religiöse Lyrik (Angelus Silesius, A. Gryphius, P. Gerhardt). F. G. Klopstock begründete mit seinen Oden die empfindsame Dichtung; von da führt die Entwicklung zur Bekenntnislyrik Goethes und zur Gedankenlyrik Schillers und F. Hölderlins. Als Vorläufer der Romantik gilt der Schotte R. Burns, Vertreter in England waren S. T. Coleridge und W. Wordsworth, in Frankreich V. Hugo, in Deutschland Novalis, C. Brentano, J. von Eichendorff. Das weitere 19. Jahrhundert wurde in Deutschland bestimmt durch H. Heine, L. Uhland, E. Mörike, A. von Droste-Hülshoff, T. Storm und C. F. Meyer. Der Franzose C. Baudelaire gilt als Vorläufer des Symbolismus, vertreten durch S. Mallarmé und A. Rimbaud, die wiederum H. von Hofmannsthal, S. George und R. M. Rilke beeinflussten. Bedeutende italienische Lyriker der Zeit waren G. Carducci und G. dAnnunzio, in Amerika W. Whitman, in England T. S. Eliot. Für die deutsche Lyrik nach 1945 stehen G. Benn, P. Celan und I. Bachmann, mit gesellschaftskrit. Tendenz B. Brecht, H. M. Enzensberger, E. Fried, S. Kirsch, R. Kunze und W. Biermann. Sprachexperimentelle Formen der Lyrik schufen E. Jandl und O. Pastior. Die zeitgenössische deutsche Lyrik wird u. a. vertreten durch D. Grünbein, M. Beyer oder T. Kling.
  1. Einleitung
  2. Formen der Lyrik
  3. Vers und Metrum
  4. Reim und Klang
  5. Lyrik in der Weltliteratur
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